Definition auf einen Blick
Wohngeld-Plus bezeichnet die umfassende Reform des Wohngeldrechts zum 1. Januar 2023. Ziel der Reform war es, deutlich mehr Haushalte zu entlasten und die Zuschüsse an die gestiegenen Wohn- und Energiekosten anzupassen.
Was hat sich geändert?
Mit dem Wohngeld-Plus-Gesetz wurde das Wohngeld grundlegend modernisiert. Die drei wichtigsten Säulen der Reform sind die Erhöhung des Leistungsniveaus, die Einführung einer Heizkostenkomponente und die Berücksichtigung einer Klimakomponente.
1. Höhere Leistungsbeträge
Durch die Anpassung der Wohngeldformel hat sich der monatliche Auszahlungsbetrag für viele Haushalte im Durchschnitt verdoppelt. Zudem wurden die Einkommensgrenzen deutlich angehoben, sodass seit 2023 rund zwei Millionen Haushalte (statt zuvor 600.000) anspruchsberechtigt sind.
2. Die Heizkostenkomponente
Erstmals wurde eine dauerhafte Heizkostenkomponente in das Wohngeld integriert. Sie wird als Pauschalzuschlag berechnet (ca. 1,20 € pro m²) und hilft dabei, die gestiegenen Energiekosten abzufedern, ohne dass detaillierte Einzelabrechnungen eingereicht werden müssen.
3. Die Klimakomponente
Um energetische Sanierungen im Gebäudebestand sozial verträglich zu gestalten, wurde eine Klimakomponente eingeführt. Sie erhöht die Höchstbeträge für die Miete oder Belastung pauschal (ca. 0,40 € pro m²), wenn der Wohnraum modernisiert wurde.
Gesetzliche Grundlage
Die gesetzlichen Änderungen wurden im 'Gesetz zur Erhöhung des Wohngeldes (Wohngeld-Plus-Gesetz)' verabschiedet und sind in die verschiedenen Paragrafen des WoGG eingeflossen.